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Ibiza: Mysterien- & UFO-Hotspot

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Von Alexander Knörr

Die Baleareninsel Ibiza ist weithin bekannt als Touristen Hotspot und als Partyinsel wahrscheinlich noch begehrter als ihre allseits dafür bekannte Schwesterinsel Mallorca. Doch wo sich Touristen in der Sonne räkeln wie Grillwürstchen auf einem Berliner Grillrost, gibt es weit mehr, als man auf den ersten Anschein vermuten möchte.

 

 

Seit Jahrzehnten ist Ibiza auch als Hippie-Hochburg bekannt. So verblüfft es kaum, dass die Insel eine überaus große Esoterik-Dichte aufweist. Aber schon in der Sagenwelt ist Ibiza bekannt und wird als Insel der Sirenen der Odysseus-Saga bezeichnet, aber auch als ein letztes Überbleibsel des sagenumwobenen Atlantis. Die kleine Insel Es Vedra an der Südwestspitze von Ibiza soll die 382 m hoch aus dem Wasser ragende Spitze eines Berges von Atlantis sein. Auf Es Vedra und an der gegenüber liegenden Küste Ibizas versammeln sich täglich Hippies und Esoteriker, die auf der Suche nach Energien sind, die Schwingungen der Erde aufnehmen möchten oder mit Trommeln irgendwelchen Ritualen fröhnen.

Als wären die Atlantis- und Odysseus-Legenden nicht genug, soll Es Vedra auch noch einen Gegenpol zum bekannten Bermuda Dreieck bilden, in dem Schiffe und Flugzeuge im Laufe der Jahrhunderte immer wieder auf mysteriöse Art und Weise verschwunden sind. Auch um die Insel Ibiza sollen sich immer wieder derartige Dinge ereignet haben. Unterstützt werden diese Annahmen durch diverse Rätsel. So sollen auf und um Es Vedra Kompasse nicht funktionieren! Brieftauben machen einen großen Bogen um die Insel, weil die magnetischen Rätsel der Insel ihre Orientierung stören. Es Vedra soll einer der magnetischsten Punkte der Erde sein, der die Norm aus den Angeln hebt. Kein Wunder also, dass Schiffe auf mysteriöse Weise verschwinden. Denn wenn Kompasse versagen, kann man in einer dunklen und nebligen Nacht sicher auch mal die Untiefen des Meeres unterschätzen und dann gnadenlos untergehen – im wahrsten Sinne des Wortes!

Die Rätsel und Mysterien von Ibiza und Es Vedra sind jedoch nicht durch Touristen und Hippies hervor gegangen. Viele Einheimische und gerade hier heimische Fischer schwören, dass diese Region viel Rätselhaftes birgt. Und gerade Fischer berichten immer wieder von einem geheimnisvollen Leuchten, das vom Meeresgrund herauf kommt. Forscher wollen dieses Leuchten mit einer lumineszierenden Planktonart erklären. Diese Arten gibt es in vielen Bereichen der Weltmeere und sind durchaus bekannt, sie können also schon als Erklärung dieser Unterwasser-Leuchterscheinungen herhalten. Warum diese jedoch fast immer Ringförmig auftauchen und dann auch noch ihre Gegenspieler am Himmel haben, ist ein Mysterium, welches nicht so einfach wegzuerklären ist. Denn viele hundert Menschen wollen immer wieder Leuchterscheinungen am Himmel beobachtet haben. Gerade um die Baleareninseln und vor allem hier, in Es Vedra.

Kürzlich erfuhr ich von einer außergewöhnlichen Sichtung eines Ibiza-Urlaubers, der direkt über der Spitze des Berges von Es Vedra – mehr als 400 m über dem Meeresspiegel – zwei leuchtende Scheiben beobachtet haben will. Seine Sichtung soll 45 Minuten angedauert haben, bis die Scheiben auf eigentümliche Art verschwanden. Es sah so aus, so der Sichtungszeuge, als wenn diese Scheiben dort „aufgetankt“ würden. Leider hatte der Zeuge keinen Fotoapparat dabei. Jedoch sollten bei einer 45minütigen Sichtungsdauer auch andere Touristen oder Einheimische dieses Treiben bemerkt haben. Da ich mit dem Sichtungszeugen nur über einen Kontaktmann eher indirekt in Verbindung stehe, und mir noch keine Detailangaben vorliegen, ist eine Einschätzung und Recherche momentan nicht möglich.

Allerdings gibt es viele Berichte über angebliche UFO Sichtungen um Es Vedra und Ibiza und die Balearen im Allgemeinen.

Eine der bestdokumentierten UFO Sichtungen auf den Balearen ist die von José Climent (genannt „Pep“) aus dem mallorquinischen Örtchen Sóller. Die Ereignisse schildert auch das mallorquinische Onlineportal „comprendes-mallorca“, das ich nachfolgend wörtlich zitiere:

„Rückblende:  Am 11. November 1979 war Climent gegen 2.45 Uhr auf dem Weg vom Kino nach Hause, als über dem Puig de L’Ofre, einem Berg im Tramuntana-Gebirge, plötzlich ein helles Licht auftauchte. Der passionierte Hobbyfotograf griff sofort zu seiner Kamera und fotografierte das seltsame Objekt.

Er war nicht der einzige, der in dieser Nacht von merkwürdigen Lichterscheinungen erschreckt wurde. Etwa vier Stunden, bevor Climent seine Fotos schoss, beunruhigten merkwürdige Lichter neben einem Flugzeug, das auf dem Weg von Mallorca nach Teneriffa war, die Besatzung der Maschine so sehr, dass sie bei Valencia notlandete. Obwohl auf den Radarschirmen nichts zu sehen war, ließ das spanische Militär Kampfjets aufsteigen, die die Objekte mehr als eine Stunde verfolgten. Sie konnten sich den  Lichterscheinungen aber nicht nähern, da diese immer den gleichen Abstand zu ihren Jägern hielten. Während der gesamten Verfolgung waren die Instrumente und Kameras der Kampfjets durch Interferenzen gestört und konnten keine verwertbaren Daten liefern. Auch auf dem Boden wurden die Lichter von mehreren Menschen gesichtet.

Für Pep Climent hatte dieser Vorfall über dem Mittelmeer ungeahnte Folgen. Er gab seine Fotos einige Tage später an eine Zeitung, die sie veröffentlichte. Kurz darauf  standen drei oder vier bewaffnete Soldaten vor seiner Tür und verlangten die Herausgabe der Negative. Zurückbekommen hat er sie nie.“

Soweit „comprendes-mallorca“.

Die Ereignisse über dem Mittelmeer sollen „geklärt“ und auf Abfackelfeuer von Schornsteinen der Ölraffinierie in der Nähe von Cartagena zurückzuführen sein, die aufgrund der guten Wetterverhältnisse und der extrem guten Fernsicht die Piloten wohl getäuscht haben sollen. Diese Erklärung hat für mich jedoch einen faden Beigeschmack. Denn die Sichtung von Climent wurde von der Radarstation auf dem Puig Major bestätigt, die ein Objekt über dem Puig de L´Ofre geortet hatte. Die Radarstation in Valencia konnte diese Meldung jedoch nicht bestätigen. Die Radarauswertungen widersprechen sich und da Abfackelfeuer wohl nicht über Bergen mittels Radar wahrgenommen werden können, ist diese ganze Reihe von Sichtungen nicht zu erklären. Die verschiedenen Sichtungen müssen nicht zusammen hängen, jedoch liegt ein indirekter Zusammenhang schon nahe.

Selbst wenn man Ibiza als Partyinsel abwertet, die viele alkoholisierte Touristen und bekiffte Hippies als Partyzone dient, kann man die Menge an vermeintlichen UFO Sichtungen nicht einfach verwerfen. Leider gibt es zu wenige schriftlich festgehaltene Sichtungen, die eine eingehende Überprüfung nach sich ziehen könnten. Die meisten dieser Sichtungen werden mündlich wiedergegeben. Aber selbst wenn man einige Hundert dieser Meldungen als durch Alkohol und Drogen verursacht abzieht, bleiben eine Unmengen von modernen Überlieferungen, die eine tiefere Untersuchung wünschenswert machen. Gerade in der Zeit zwischen 23 Uhr und 3 Uhr morgens werden viele dieser Lichter am Himmel beobachtet. Zu einer Zeit also, in der man vermeintliche UFOs nicht mit angestrahlten Satelliten verwechseln kann, da diese um diese Uhrzeit nicht mehr angestrahlt werden können.

Die geringe Anzahl wirklich dokumentierter UFO Sichtungen über Es Vedra legt jedoch einen Verdacht nahe – existierten wirklich ein paar wenige UFO Sichtungen und wurden diese aufgebauscht um die Insel interessanter zu machen? Auch dies wäre eine Möglichkeit, die nicht 100%ig auszuschließen ist.

Auch die anderen Rätsel um Es Vedra und Ibiza sollten noch näher untersucht werden und warten geradezu darauf. Einmal mehr beweisen die Mythen und Rätsel um die Baleareninsel dass man nicht auf die Osterinsel muss, um auf Ungewöhnliche Dinge zu stoßen. Vielerorts schlummern Rätsel quasi unentdeckt und warten auf Beachtung und Verfolgung!

Quellen:

http://www.comprendes-mallorca.de/mallorcapanorama/mpanoramadetails/datum/2010/04/26/stephen-hawkings-ausserirdische-und-das-ufo-von-soller/

http://www.lichtwelle.com/index.php?option=com_content&task=view&id=13&Itemid=1

http://www.ibizalive.de/orte/isla-es-vedra/

http://www.ibicasa.com/de/art/ed_20/art_vedra.php

und persönliche Korrespondenz aus dem Archiv Alexander Knörr


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