Mystikum Magazin
Lamarckgasse 14/150/7
1210
Wien
DEGUFO e.V.
Postfach 2831
55516
Bad Kreuznach
NuoViso
Hardenbergstrasse 46
04275
Leipzig

Erich von Däniken - Exklusivinterview

daeniken_interviewM.: Lieber Erich, als bekanntester Vertreter der Präastronautik mit über 60 Millionen verkauften Büchern stellt sich die Frage für unsere Leser: Was möchtest Du noch erreichen? Gibt es noch eine Herausforderung für Dich? Gibt es noch einen Lebenstraum?

 Erich von Däniken: Bis heute existiert kein objektiver Beweis für meine Hypothese. Ich habe keinen Gegenstand gefunden, keine Zeitkapsel, etwas, was man in den Händen haben sollte, etwas, was ich der Wissenschaft präsentieren könnte – triumphierend: „Seht, ich hatte doch recht“ –, das existiert nicht! (kurze Pause) Aber der Beweis existiert, irgendwo gibt es eine oder mehrere Zeitkapseln und der Traum wäre natürlich, wenn ich oder irgendwer anders – das muss ja nicht ich sein – so etwas findet, das wäre absolut das Sensationellste! Und, das wäre schon der Traum. Der andere Traum wäre: Bis heute bin ich nie einem UFO begegnet. Ich hätt die Brüder gern einmal gesehen. Ich hätt sie gern einmal gefragt, was da eigentlich los war und wie weit ich richtig liege und wo ich vielleicht falsch liege.

 M.: Was treibt Erich von Däniken voran, woher nimmt er seine Kraft?

 E. v. D.: Neugierde, Neugierde, Neugierde! Ich komme mir vor wie eine Art Prophet, allerdingsohne jedes religiöse Hinterdenken. Bei jedem Vortrag sage ich meinen Gästen: „Verehrte Damen und Herren, alles, was ich hier tue, hat nichts zu tun mit Glaube oder mit Religion.“ Ich dreh mich noch im Grab um, wenn irgendwelche Spinner daherkommen und aus meinem Gedankengut so etwas wie eine neue Sekte machen. Das ist das Hinterletzte, was ich möchte. Aber ich möchte, dass es endlich mal jemand prüft. Und es gibt verschiedene Gelegenheiten, das zu prüfen. So, mich treibt eine innere Kraft, ein Mitteilungsbedürfnis, ich möchte einfach, dass die Sache viel mehr in Bewegung kommt, dass sie die Welt erfasst. Ich sage immer spöttisch zu meinen Mitarbeitern: „Seit bald 45 Jahren lege ich kleine Brände – weltweit. Und diese Brände sollen zu einem Flächenbrand werden. Daran arbeite ich.“

 M.: Du hast an die 40 Sachbücher geschrieben und eines als Science-Fiction-Roman publiziert, das da sehr aus der Reihe tanzt: „Tomy und der Planet der Lüge“. Laut einigen Interviews und Statements meinst Du ja, dass sich die im Buch beschriebenen Gegebenheiten tatsächlich zugetragen haben. Wie sieht es wirklich aus? Hattest Du tatsächlich Kontakt zu einer außerirdischen Intelligenz?

 E. v. D.: „Tomy und der Planet der Lüge“ ist mit Absicht in Romanform gehalten. Da kann jeder denken, was er will. Stimmt die Geschichte oder sie stimmt nicht? Für mich stimmt sie. Ich hab so etwas erlebt, wenn auch nicht genau so, wie es da im Buch steht.

M.: Das Buch „Erscheinungen“ widmete sich eher parapsychologischen Phänomenen. Hast Du persönlich auch parapsychologische Erfahrungen gemacht?

 E. v. D.: Oja, (lacht) weil ich nicht weiß, was parapsychologisch sei. Ich bin so eine Art Mentalist. Ich fühle, ja manchmal weiß ich’s auch, was in anderen vorgeht, nicht nur, was mich betrifft, was sie selber betrifft. Ohne dass wir reden, weiß ich, wenn jemand Sorge hat und was für eine Art Sorge ihn bedrückt. Und wenn es dann ein sympathisches Wesen ist, dann versuche ich, das irgendwie zu ändern. Und natürlich reise ich in meinen Gedanken immer wieder in die Zukunft, ob das mit Parapsychologie zu erklären sei, weiß ich nicht, aber in meiner Gedankenwelt bin ich dann tatsächlich in der Zukunft. Ich bin real da und mache etwas, nur muss ich immer wieder zurück in meine Scheiß-Gegenwart.

 M.: Wie schaut diese Zukunft aus?

 E. v. D.: Das sollte ich nicht sagen (lacht), das werde ich auch nicht sagen, sonst wird sie verändert.

M.: Aber es ist eine gute Zukunft?

E. v. D.: Für unser Gedankengut ist es die beste aller nur möglichen Zukünfte.

 M.: In Deinen Büchern, speziell im vorletzten namens „Götterdämmerung“, sprichst Du immer wieder davon, dass „die Götter“ wiederkommen. Wie siehst Du persönlich dieser Gegebenheit entgegen? Glaubst Du wirklich, dass die „Götter“ wiederkommen? Wann wird das sein? Oder sind sie gar schon unter uns?

 E. v. D.: Ich glaube nicht, dass die wiederkommen – ich bin absolut davon überzeugt! Also dafür würde ich sterben. Alle antiken Kulturen – egal welche – kannten den Wiederkunftsgedanken. Als die Spanier nach Zentralamerika kamen, wurden sie anfänglich von den Maya und den Inka als längst erwartete Götter verehrt. Nur am Anfang, später kam es zum Krieg. Dasselbe in Südamerika mit Francisco Pizarro. Die glaubten, er sei der längst erwartete Sohn der Sonne. Im alten Ägypten dasselbe Theater: Osiris, die älteste Gottheit, ist, wenn man es auf ägyptisch in Glyphenform schreibt, dasselbe wie Orion. Osiris und Orion kannst du austauschen miteinander. Die Ägypter waren überzeugt, Osiris würde wiederkommen vom Sternbild Orion. Etc. Etc. Die alten Kulturen kannten den Wiederkunftsgedanken. Ich bin ein Spezialist und ein absoluter Fan von Henoch, dem Propheten im Alten Testament. Auch Henoch im Buch Henoch sagt seinem Sohn im Zusammenhang: Er würde wiederkommen. Die Maya in Zentralamerika, die nennen sogar einen Namen von dem Typen, der wiederkommen soll. Er heißt Bolon Yokte! Bolon Yokte taucht auf in einer Schrift und zwar in einer steinernen Schrift gemeiselt in Tortuguero. Tortuguero liegt 80 Kilometer nordwestlich von Palenque in Mexiko. Dort kann man lesen: Wird hernieder steigen mit Macht und Herrlichkeit Bolon Yokte. Dann folgt ein Datum und das Datum lautet: 23. Dezember 2012, wenn man das auf unser Datum übersetzt. Ich will damit sagen, die Wiederkunftserwartung ist keine christliche Idee, die gab’s schon länger vor dem Christentum. Und wie ist es denn heute? Ich bin christlich erzogen. Lesen Sie den Evangelisten Markus. Der sagt: Jesus wird wiederkommen – natürlich mit Macht und Herrlichkeit in dem Himmel thronend und so weiter. Die muslimische Gesellschaft genau dasselbe. Die wartet auf den Mahdi, so heißt er bei ihnen. Die große jüdische Weltgemeinschaft, die viel älter ist, die vom Alter her ungefähr 5700 Jahre alt ist, die warten seither auf die Wiederkunft des Messias. Die haben Jesus nie als Messias anerkannt. Und zwar nicht nur die alten ausgestorbenen Kulturen, auch die heute praktizierenden, lebendigen Religionen kennen den Wiederkunftsgedanken. Und sie werden wiederkehren. Nur auf das Datum, das herumgeistert, auf diesen 23. oder 21. Dezember 2012 kann man sich nicht verlassen – aus mehreren Gründen, die ich heute Abend aber nicht thematisiere hier, sie werden wiederkommen. Was die modernen Religionen betrifft, so muss man sich doch wirklich fragen: Es kann doch nicht jede Religion recht haben. Und ich behaupte: Keine Einzige hat recht. Sie liegen alle falsch. Sie haben ein altes Wiederkunftsversprechen übernommen und ihren jeweiligen Heilsbringer dafür eingesetzt. Deine Frage lautete, wie ich dem persönlich entgegensehe. Mit eigentlich gemischten Gefühlen. Im Altertum, und da bin ich der Spezialist, waren die sogenannten Götter vorwiegend hilfreich, vorwiegend – nicht nur. Sie dienten als Lehrmeister, sie haben die Menschen unterwiesen, sie haben ihnen das Schreiben beigebracht, auch sogar die Sprache, etc. Nicht nur, sie haben da und dort auch gewütet. Und ich hoffe, dass, wenn die Gesellschaft wiederkommt, das muss ja nicht dieselbe Generation sein von denen, das können ja andere sein, dass die uns auch noch wohlwollend gegenüberstehen. Aber die Hand ins Feuer legen will ich dafür nicht. Ich sehe dem mit gemischten Gefühlen entgegen. Und ganz persönlich natürlich würde ich mich unsagbar freuen, wenn’s passiert. Schließlich hab ich ein Leben lang gekämpft, damit diese Idee endlich bekannt wird und man sich ein bisschen darauf einstellt. Und das wär natürlich schön, wenn das, wofür man gekämpft hat, sich endlich auch öffentlich demonstriert.

 M.: Sollte es tatsächlich zu einem offiziellen Kontakt mit Außerirdischen kommen, welche Auswirkungen, glaubst Du, hat das auf unsere Gesellschaft? Du sprichst von gemischten Gefühlen, denen Du gegenüberstehst… 

E. v. D.: Also es wird für die Gesellschaft eine Katastrophe sein. Auch wenn die offizielle Gesellschaft versucht, das zu dämmen, das hätten sie schon lange tun müssen, die offizielle Seite. Deshalb also in unserer westlichen Welt, der amerikanischen Welt, gibt’s ja einen Haufen Filme, große Film-Serien wie Stargate, Starwars etc., die alle in diese Richtung deuten. Also es gibt da draußen etwas, es kommt zu Kontakten. Und der westliche Mensch, sofern er sich an dem Thema interessiert, ist nicht allzu schockiert. Aber der größere Teil unserer Gesellschaft, z.B. alle die Gläubigen in theokratischen Systemen, das ist eine absolute Katastrophe. Weil da wird definitiv beigebracht, was Mohammed niedergeschrieben hat im heiligen Koran, ist die Wahrheit. Oder bei uns, was in den Evangelien steht, ist die Wahrheit. Und dann stellt sich heraus, es ist alles ein Irrglaube. Es ist alles ein unsagbarer Unsinn gewesen. Über Jahrtausende haben wir Psychologie aus einer Realität gemacht und der Mensch ist schockiert, verliert den Boden unter den Füßen. Er sagt, wozu hab ich eigentlich gelebt, wozu hab ich gebetet, wozu hab ich gearbeitet, wozu hab ich gespendet. Und alles ist nicht wahr. Und das kann wirklich zu einem millionenfachen Selbstmord führen oder zu Depressionen etc. Und auch von wissenschaftlicher Seite: Die Wissenschaft ist ja immer noch so arrogant und bildet sich ein, wir seien die einzige intelligente Spezies. Die von der Religion sagen, wir sind die Krone der Schöpfung, die von der Wissenschaft sagen, wir sind die Spitze der Evolution. Die beiden Seiten, in beiden Teilen sind wir die Größten. Und wir wollen ja nicht mal im Denkmodell uns mit Außerirdischen auseinandersetzen. Wenn wir das tun, dann kippen wir ja unsere Einzigartigkeit. Das ist ein psychologisches Problem – auch für die Wissenschaft, auch für die Medien. Es ist allgemein das, was ich in einem früheren Buch „der Götterschock“ nannte. Was die offizielle Seite betrifft, ich bin absolut sicher – absolut, eine Reihe hoher offizieller Menschen weiß das seit langem, unter anderem der Papst, der sogenannte unheilige Vater, der weiß ganz genau, dass Außerirdische da waren und dass sie gesagt haben, wir kommen wieder. Es wäre eigentlich seine verdammte Pflicht, die Menschheit auch darauf vorzubereiten, dass der Schock etwas gemildert wird. Aber es wird gelogen und scheinheilig getan, man versucht es zu verdrängen und vor sich hin zu schieben. Es wird kommen. Ich nenn das „ein geistiger jüngster Tag“.

 Reinhard Habeck: Siehst du da auch eine Verbindung zu Fatima?

 E. v. D.: Ja natürlich. Definitiv. Ganz klar. Der Papst weiß ganz genau, was da passiert ist. Er hatte die Geheimnisse, die sogenannten Skripten, aufgemacht und gelesen. Er kam mit kreideweißem Gesicht heraus seiner Zeit 19.. (Pause)– weiß nicht, wann das war. [1960, Anmerkung der Redaktion]

 M.: Du verfügst über einen gewaltigen Fundus.Was ist deines Erachtens nach das beweiskräftigste Indiz für die Existenz von Außerirdischen aus diesem Fundus?

E. v. D.: Ich unterscheide immer zwei Dinge. Das Eine ist die alte Literatur, was auf uns zugekommen ist und das Andere sind die Fakten, die man zeigen kann. Von der Literatur das Beste ist nach wie vor das Buch Henoch. Henoch ist der Einzige, der die Sprache der Außerirdischen kannte, der als Dolmetscher wirkte. Henoch ist der Einzige, der die Namen der Außerirdischen aufzählt. Ich weiß, wie die Typen hießen. Ich kenne ihre Namen, von Henoch selbstverständlich. Ich kenne ihre Funktion, ihre Berufe. So – Henoch ist ein absolutes Pfund [ein absoluter Gewinn, ein absolutes Muss, Anm. d. Red.]. Natürlich muss man Henoch entblättern. Henoch ist über die Jahrtausende zu einem Wulst geworden, da hat man viel hinzugedichtet – mit Jesus und Erlösung und Geschichten, was überhaupt nicht im Original gestanden ist. Aber der entblätterte Henoch, das Skelett, ist so sensationell, dass eigentlich kein Vernünftiger dagegen sein kann. Ich hab zurzeit Korrespondenz mit einem emeritierten Professor für Sumerologie, der ein Leben lang eigentlich das, was ich betreibe bzw. Was wir betreiben, als etwas Unsinniges fand. Und ich habe ihm dann einmal vorgeschlagen in einem wirklich freundlichen Gespräch – und der Mann hat Humor und Geist und Verstand: Jetzt erzählen Sie mal, wenn Sie so alte Texte finden wie Henoch oder irgendein Lied von ihrer sumerologischen Fachliteratur und Sie stoßen auf so ein Wort wie ein Engel, ein Botschafter zwischen Himmel und Erde. Was ist das? Das Wesen hat Flügel, es kommt von oben, kommt zu den Menschen, kann sogar strafen, hat ein Schwert, selbstverständlich einen Heiligenschein, was früher ein Helm war etc., jetzt streichen sie einmal das Wort „Engel“ durch und ersetzen Sie es durch Außerirdischer. Streichen Sie mal das Wort Erzengel durch und ersetzen Sie es durch Anführer einer Gruppe. Wenn Sie auf eine Entrückung oder auf eine Himmelfahrt stoßen, schreiben Sie Flug in den Orbit, etc. Sie müssen nur sieben bis acht Schlüsselworte ersetzen und Sie verändern den ganzen Text. Und der Mann ist in Korrespondenz mit mir, ein älterer Herr, er ist inzwischen 78 und ist so begeistert und fleht mich an, er schickt mir die Texte, die er übersetzt hat, ein langes Lied aus der Sumerologie an eine göttliche Liebe. Um Gottes Willen, Herr Däniken, verraten Sie mich noch nicht. Er möchte das selber machen, bevor er stirbt. Und so, Henoch ist faszinierend, wir brauchen eine moderne Henoch-Fassung. Das ist die literarische Seite. Die andere Seite, die von den Tatsachen, wo definitiv etwas nicht stimmt, und wo es demnächst – und wenn’s auch noch fünf Jahre geht – knallt, das ist die Ebene von Nazca in Peru. Dort stinkt es zum Himmel und ich weiß, wovon ich rede, denn ich selber bin der, der wissenschaftliche Aufgaben finanziert hat. Ich kenne die Resultate vom Nazca-Projekt und was auch nicht stimmt, ist in und unter der Pyramide. Dort knallt es auch – vielleicht in den nächsten zehn Jahren. Da werden Räume mit Büchern zum Vorschein kommen und die haben wieder etwas mit Henoch zu tun. (kurze Pause) Jedenfalls sind wir auf dem rechten Weg. Ich sag doch meiner Frau immer seit Jahren: Du weißt ja bei einem Schluck Wein und gib mir noch ein bisschen Zeit, aus mir wird schon noch was.

 M.: Es soll ein Däniken-Film erscheinen. Wann können wir damit rechnen?

 E. v. D.: Es gibt einen großen Däniken-Film, das geistert jetzt seit schon zehn Jahren herum. Das geht eine Ewigkeit und immer wieder werden Verträge verlängert und Optionen verlängert und dann macht die Gruppe noch mit und die Gruppe noch mit. (kurze Pause) Und jetzt scheint man nahe dran zu sein, irgendwer ist dabei und hat mir gesagt, sie hat die ersten 100 Millionen beisammen. Es geht um Dollar. Und was sie genau machen, ich weiß es auch nicht. Ich werd’ Einblick ins Drehbuch haben. Denn diese zwei Drehbücher hatte ich schon, die habe ich beide verworfen. Alles Habakuk, Blödsinn. Das ist die eine Geschichte. Und das andere, das läuft bereits. In den USA gibt’s den History Channel und der History Channel hat einen sehr guten Ruf. Und er läuft nicht nur in den USA, in allen englischsprachigen Ländern und in den spanischsprachigen Ländern. Der History Channel kam vor etlichen Monaten zu mir und wollte ein Interview von mir haben. Und von meiner Erfahrung als Autor her wusste ich, das ist aber Scheiße. Die stellen dir 50 Fragen hin, nachher gehen sie in die Wissenschaft, schneiden was zusammen und du kommst wieder raus als Trottel. Immer dasselbe Zeug. Ich hatte einfach keine Lust mehr – der Beschiss am Fernsehen mit der Schneiderei… Und hab dann ganz keck gesagt: Ja, gut, ich würde mich zur Verfügung stellen, sie müssen aber zu mir kommen in die Schweiz, dann wollten sie Archivmaterial, sag ich, ja, sie können alles haben, aber dafür möchte ich zuerst einmal 20000 Dollar. Normalerweise ist’s dann aus. Und sie haben bezahlt. Dann kamen sie. Und dann hab ich mir gedacht, jetzt wird’s aber heiß. Und dann hab ich die ersten fünf Fortsetzungen von dieser Geschichte gesehen und die war sensationell! Da, wo ich beteiligt war, absolut super! Die Amerikaner wiederum waren so begeistert, denn die Einschaltquote war extrem hoch, wahnsinnig hoch, dass sie mich angeschrieben haben in aller Liebenswürdigkeit, diesmal kein Streit mehr, keine Gehässigkeiten mehr: Sie möchten zehn weitere Fortsetzungen drehen. Zehn. Wir haben sie inzwischen schon aufgenommen. Ab 28. Oktober läuft in den USA die Fortsetzung Nummero 6. Also 6 bis 15. Mich hat ein Kollege angerufen, vor einigen Monaten, der lebt in Ecuador, der sagt, Erich, wir sehen dich grad im Fernsehen, die ganze Familie. Und dann rief ein Freund aus Venezuela, he, du bist im Fernsehen bei uns. So – was die Amerikaner gesehen haben, läuft bereits im spanischsprachigen Raum, also Mexiko, Südamerika. Und das hat Einwirkungen auf uns und unsere Geschichte und ist unsagbar positiv. Und die Wissenschaftler, die drankommen, sind alle nett, alle dafür, nicht mehr wie früher („dieser Spinner, dieses Arschloch“ usw.).

M.: Im Umfeld der UFO-Gläubiger gibt es natürlich auch viele Fanatiker und Spinner. Das Wort UFO ist heute für viele schon ein Reizwort, weil es so negativ besetzt ist. Wie kann man das verbessern, um sich von solchen Spinnern abzusetzen?

 E. v. D.: Ich kann’s eigentlich gar nicht. Das ist einfach populär. Es ist volksnah. Natürlich kann man – man spricht von „Identities“, also E.T.s – „extraterrestrial“ – also Identities, andere Wesen, dass du das Wort „UFO“ nicht mehr brauchst. Aber UFO ist nun mal. Auch im Englischen – es gibt nicht nur deutsche Begriffe – auch im Englischen „unidentified flying objects“ oder „unidentifiziertes fliegendes Objekt“, das ist einfach so. Im Spanischen heißt das Wort anders. Im Französischen heißt es auch anders. Aber hier – da kann man glaube ich nicht viel machen. Um sich abzugrenzen, das kommt von selber. Das ergibt sich sowieso. So wie ein Teil der Wissenschaft begreift und übrigens ein winziger Teil hat es ja schon begriffen, es gibt wissenschaftliche UFO-Literatur, dass das Ganze seriös ist und nicht nur eine Spinnerei. Es wird dahin gehen. Es wird kommen in die Wissenschaft. (kurze Pause) Wisst, immer nur aufstehen in der Öffentlichkeit und ins Mikrofon oder in der Presse sagen: „All die Spinner!“ Dann schadest du dir selber. Die fühlen sich beleidigt, verletzt, sie sagen: „Was ist das für ein Trottel, für ein eingebildeter Affe?! Der will sich abgrenzen von uns.“ etc. Ich glaube, man kann nicht viel machen.

 M.: Unsere weltlichen Konflikte − die Krise beutelt uns. Wir haben wirtschaftliche und kulturelle Probleme, die eine eigentlich düstere Zukunft malen. Wie würde Deine ideale Welt aussehen? Was können wir tun?

E. v. D.: Also düstere Welt, wir haben immer eine düstere Welt gehabt – je nach Zeitgeist. Das Mittelalter war eine düstere Welt, der 20-jährige Krieg war eine düstere Welt, wir haben ein düstere Welt gehabt im 2. Weltkrieg, wir haben heute eine düstere Welt. Ich seh’ es überhaupt nicht düster. Natürlich ist die Menschheit bescheuert, natürlich spinnt die Menschheit und ist absolut bekloppt usw. Und man redet uns dauernd Dinge ein, dass wir keine Zukunft hätten. Und viele einfache Menschen, denen der Verstand fehlt, die bringen sich deshalb um oder kriegen Krebs oder Depressionen. Aber ich glaube, die Welt ist insgesamt nicht düsterer als vorher. Nur blöd waren wir immer. Und das liegt an der Rechthaberei, an der politischen Rechthaberei, an der religiösen Rechthaberei. Was diese Politiker und die Religionsfürsten daher säuseln, das macht die Welt düster. Und vor denen muss man Angst kriegen, die sollte man eigentlich lieber ein bisschen auf die Seite schieben und den Mund still halten. Aber es ist nicht schlimmer als zuvor. Und was die Katastrophe angeht, davon Klimageschichte: Selbstverständlich haben wir eine Klimageschichte. Unzweifelhaft! Nur das hatten wir immer. Das ist nichts Außergewöhnliches. Ich zeige Ihnen meinen gegenwärtigen Vorfall, der heißt „Däniken total“. Da zeige ich drei Beispiele, wo Ruinen unter Wasser sind mit Absicht – eine im Mittelmeer, eine im Atlantik und eine im Pazifik. Da sag ich: Freunde, das Wasser ist auch damals gestiegen, es ist definitiv so, es gibt Kennzeichnungen im Mittelmeer, die sind 14 Meter unter Wasser. Das Wasser ist gestiegen und ohne den Scheiß-CO2-Ausstoß. So, müsst’s euch etwas Gescheiteres noch einfallen lassen als die CO2-Geschichte hier. Das ist nicht Schuld des Klimawechsels. Aber Klimawechsel – ja, der kommt.

 Reinhard Habeck: Aber es wird ja gleichzeitig auch etwas enger hier auf unserem Planeten. Also die Idee, von „Zurück zu den Sternen“, dass wir aufbrechen ins Weltall, wie sieht es damit aus, werden wir einfach einmal gezwungen sein, das zu machen, weil wir letztlich einmal knappe Ressourcen haben einerseits, andererseits die Menschheit zu viele sind?

E. v. D.: Wirst du gezwungen sein werden, auszusteigen, also dahin geht’s lang – und da müssen wir die Technologie haben. Die haben wir noch nicht. Unsere Raumfahrttechnologie ist absolut primitiv. Flüssigkeitstriebwerke – das kannst du vergessen, da kommst du nirgendwo hin.

 Reinhard Habeck: Es gehört natürlich auch der politische Wille dazu…

E. v. D.: …Es gehört der politische Wille dazu. Da ist die Geschichte von 2012 von Emmerich – da gibt es so einen Ansatz mit den Archen. Aber ich find’s falsch. Ein paar Ausgesuchte können in die Arche, ein Grund für eine direkte Revolution, wenn wir Weltraumschiffe bauen, also Mutterraumschiffe, dasselbe Theater wieder. Wer darf da rein? Und dann kommen Millionen Menschen, bestürmen das, ach Gott,… Es kommt schon recht… Wir kriegen vorher Kontakt mit Außerirdischen. Bevor die Katastrophe hier soweit ist, also längstens früh, wie kriegen in den nächsten 12, 15 Jahren haben wir Kontakt mit denen. Es fängt ja vielleicht damit an, dass wir Radio-Kontakt haben – nur damit. Dann fängt es an, dass wir eine Zeitkapsel finden – auf der Erde. Es wird immer enger. Dann tauchen sie hier einmal auf. Dann tauchen neue Botschaften auf. Was weiß ich, ob in der Pyramide… In der Pyramide tauchen neue Schriften auf, die uralt sind. Ich denk an Henoch usw. Henoch hat ja seinem Sohn Methusalem diese übergeben für den Zweck: Hebe sie auf für die Geschlechter-Nachdeckung etc. Da kommen Dinge auf uns zu. Die Erkenntnis kommt über den jüngsten Tag. (kurze Pause) Und Weltraumschiffe bauen müssen wir bis dann, nicht, wir bauen sie dann später, wenn wir zur ganzen Buzz-Fermi-Idee gehören. Wir sind Kinder des Universums.

M.: Wie sieht das mit dem Maya-Kalender aus? Stimmt der heute wirklich noch, kann man den eins zu eins umlegen auf unsere Zeitrechnung?

 E. v. D.: Nein, kann man nicht. Die Maya-Fachleute, die diesen Kalender umgerechnet haben auf unseren Kalender, die kamen darauf, der Startschuss des Maya-Kalenders entspricht dem 13. August 3114 vor Christus. Und wenn diese Umrechnung falsch ist, dann kann das Endresultat 2012 auch nicht stimmen. Der nächste Ärger ist: Unser Kalender stimmt nicht. Wir zählen heute das Jahr 2010. 2010 Jahre sind vergangen seit Christi Geburt. Aber das stimmt wieder nicht. Die junge Christenheit wusste überhaupt nicht, wann Jesus geboren war. Das Weihnachtsdatum ist später, viel später einmal festgelegt worden und es müssen überhaupt nicht 2010 Jahre gewesen sein. Man darf sich auf die Umrechnung mit der Zahl 2010 und den 23. Dezember nicht verlassen. Aber du kannst dich absolut darauf verlassen: Die tauchen auf! Und immer näher.

 M.: Aber es muss nicht 2012 sein…

E. v. D.: Es könnte schon morgen sein. Oder in einem Jahr. Sie werden kommen. Weißt du, das sind so Schwingungen, das ist etwas anderes, das hat mit dem, was du „esoterisch“ am Anfang genannt hast, ich will darüber gar nicht reden, [nichts zu tun, Anm. d. Red.] – so etwas spürt man, das redet man sich nicht ein. Das spürst du. So wie ein kleines Messgerät, das ganz bestimmte zarte Schwingungen empfängt, das weiß ich inzwischen. Wenn man sich ein Leben lang mit solchen Geschichten befasst, dann tun sich im Gehirn immer neue Maschinen auf. Immer etwas Neues tut sich auf. Und du weißt, obwohl du es nicht beweisen kannst, da sind eine Menge Dinge und das in jeder Tiefe, die du dir nicht einbildest, aber nirgendwo kontrollieren kannst.

M.: Wir bedanken uns ganz herzlich für das Gespräch!

Das Gespräch führte Noah von Neuem für MYSTIKUM im Beisein von Reinhard Habeck, Elvira Schwarz und Karl Lesina. Dieses Interview ist auch in der November 2010-Ausgabe vom MYSTKUM nachzulesen.


rssfeed Dieser Artikel hat Dir gefallen? Abonniere neue Beiträge im Kollektiv RSS-Feed.
Es würde uns freuen, wenn Du diesen Artikel auch im Netz mit deinen Freunden auf Facebook, Twitter und Co teilst.
Favoriten Twitter Facebook Myspace Stumbleupon Digg MR. Wong blogger google
 

Kommentare